DX - was ist das eigentlich?

Nun, das ist nicht ganz so einfach zu erklären. DX steht für Distanz, bzw. "Distance" - und wenn man das englisch ausspricht, klingt das "Distance" fast nach einem "x" - eben wie DX.
Im Prinzip hat man das früher mit einem Funk oder dergleichen zum Senden auf einem Berg oder Anhöhen gemacht - ich praktiziere das eher Rundfunktechnisch und nicht beim Senden, sondern eher am Empfang.
...Bitte was? Empfang? Aber Radio hören kann man auch Zuhause? STOP! "Radio hören" ist das schon mal gar nicht. Hier geht es nicht darum, einen Song oder Sendungen zu hören, sondern um Distanzen und Signale. Marginal ausgedrückt: Radiosender von weiter weg empfangen. Zu dem ganzen Glück sollte man als DXer musikalisch ziemlich offen sein, denn wenn bei Tropo ein entfernter Sender Klassik oder gar orientalische Dudelei spielt und dieser bei Tropo zum Auswerten beim RDS zögert, hilft nur warten. Dies ist eine Seite der Auswertung mit dem RDS, die andere Seite ist etwas einfacher, indem man sich die Frequenz des entfernten Senders merkt und auf der Webseite FMSCAN auswertet.

Voraussetzung zum DXen ist eine verhältnismäßig gute Antenne. Verhältnismäßig deshalb, weil man an einem Auto zwar ziemlich gute Bedingungen hat, aber keine sehr ausgezeichneten wie bei einer großen Dachantenne.
Stab-, Wurf- und andere "schnelle" Bastellösungen sind absolut ungeeignet. Die Masse muss auch stimmen, wo wir am Autodach z. B. von selbst schon genug Masse haben (-> Karosserie).


Tropo
- sonst noch was?

Tropo wird allgemein eine Wetterlage beschrieben, die es erlaubt, etwas entferntere Sender als üblich zu empfangen. Diese können, im Gegenteil zum Sporadic-E, länger andauern, im Zeitraum von mehreren Tagen. Die Distanzen sind bei Tropo ziemlich übersichtlich. Ein Beispiel: Ein 100kW-Sender empfängt man in der Regel bis zu 160km weit, bei Tropo können es auch schon mal 300km sein. Der Sender Gaisberg in Salzburg z. B. hat zudem auch so eine beachtliche Reichweite. Dieser kann bis Regensburg eigentlich gut empfangen werden. Dennoch gibt es Personen, die Hitradio Ö3 vom Gaisberg noch im südlichsten Thüringen loggen. Okay, das kann auch so noch gehen, wenn genau eine Schneuse in diese Richtung geht, aber bei Tropo ist er dann im Vergleich zu Regulär besser hörbar.
Tropo macht sich allgemein auf Anhöhen sehr stark bemerkbar, im Tal eher weniger. Im Allgemeinen nennt man das auch "angehobene Bedingungen" - dann ist sozusagen signaltechnisch das ganze Hörfunkband angehoben.
Im Bereich DAB, Digitalradio oder auch DAB+, macht Tropo auch einiges her. Hier in Regenstauf kann ich regulär nur die drei Hauptmuxxe/Hauptpakete von Regensburg selbst (5C/10D/11D) empfangen, bei Tropo meist noch Ingolstadt (11A) oder München (11C).

 

Ferner gibt es auch Sporadic-E, eine besondere Wetterlage, die es (... weiterlesen)